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SEPA-Lastschrift einrichten

Überblick

SEPA-Lastschrift ist die planbarste Zahlart im Abo-Geschäft: Sie ziehen fällige Beträge ein, statt auf Überweisungen zu warten. Kyvento kennt dafür zwei Wege, die sich grundlegend unterscheiden – wählen Sie zuerst bewusst einen aus.

  • Einzug über Ihren Zahlungsanbieter – Stripe oder Unzer wickeln Mandat und Einzug ab. Der Standardweg, und der einzige, der im Checkout und im Kundenportal angeboten wird.
  • Eigener SEPA-Einzug – Sie erzeugen die Lastschriftdatei selbst und reichen sie bei Ihrer Bank ein. Das setzt eine eigene Gläubiger-Identifikationsnummer voraus.

Weg 1: Einzug über den Zahlungsanbieter

Voraussetzungen

  • Ein verbundener Zahlungsanbieter – SEPA läuft technisch über Stripe oder Unzer (siehe Kreditkartenzahlungen akzeptieren). Ob SEPA wählbar ist, hängt allein am Status dieser Anbindung.
  • Keine eigene Gläubiger-ID. Auf diesem Weg brauchen Sie keine zu beantragen: Der Einzug läuft unter der Gläubiger-ID Ihres Zahlungsanbieters, Sie bleiben auf dem Mandat als Zahlungsempfänger ausgewiesen.

Unter „Einstellungen" → „Zahlungen" → Tab „Allgemein" schalten Sie die Zahlungsmethode „SEPA-Lastschrift" frei – sie steht dann im Hosted Checkout und im Kundenportal zur Auswahl.

Akzeptierte Zahlungsmethoden mit Kreditkarte und SEPA-Lastschrift
„Einstellungen" → „Zahlungen": SEPA-Lastschrift wird mit verbundenem Anbieter freigeschaltet

So entsteht das Mandat

Das SEPA-Mandat erteilt der Kunde selbst im Checkout: Er gibt seine IBAN ein und bestätigt den Mandatstext; Kyvento dokumentiert die Zustimmung serverseitig mit Zeitpunkt, IP-Adresse und Browser. Anschließend entsteht automatisch ein Mandats-PDF mit Mandatsreferenz, den letzten IBAN-Stellen und der Gläubiger-ID des einziehenden Anbieters – am Kunden jederzeit nachvollziehbar.

Weg 2: Eigener SEPA-Einzug

Ziehen Sie lieber selbst über Ihre Hausbank ein, führt der Weg über den Navigationspunkt „SEPA-Einzug" unter „Finanzen". Hier gilt das Gegenteil von Weg 1: Sie sind der Gläubiger. Ohne Ihre eigene, bei der Bundesbank beantragte Gläubiger-Identifikationsnummer und ein hinterlegtes Einzugskonto lässt sich nichts erzeugen; beides tragen Sie in den Zahlungs-Einstellungen ein.

Der Ablauf ist bewusst manuell:

  1. Sie wählen einen Belastungstag. Er muss ein Bankarbeitstag sein und mindestens zwei Bankarbeitstage in der Zukunft liegen – die Datei muss ja noch zu Ihrer Bank und dort angenommen werden.
  2. Die Vorschau zeigt, welche Forderungen mitkommen und welche nicht – jeweils mit Grund, etwa weil der Betrag vom angekündigten abweicht oder die Rechnung nicht mehr offen ist.
  3. Sie erzeugen die Lastschriftdatei und reichen sie bei Ihrer Bank ein.

Zwei Punkte sind wichtig, weil sie Geld betreffen:

  • Kyvento erfährt von Ihrer Bank nichts. Damit Eingänge und Rückläufe verbucht werden, laden Sie unter „Rückmeldung Ihrer Bank" Ihren Kontoauszug (camt.053) oder eine Tabellendatei hoch. Zugeordnet wird über die Referenz aus der Lastschriftdatei; dieselbe Datei zweimal hochzuladen ändert nichts. Die Datei selbst wird nicht aufbewahrt – ein Kontoauszug enthält die vollständigen Bankverbindungen Ihrer Kunden.
  • Eine bei der Bank eingereichte Lastschrift kann Kyvento nicht zurückholen. Dafür wenden Sie sich an Ihre Bank.

Erzeugte Dateien werden nach sieben Tagen gelöscht; aus dem Stapel lassen sie sich danach neu erzeugen.

Den vollständigen Ablauf – Gläubiger-ID, Mandate erfassen, Datei erzeugen, Rückmeldung hochladen – beschreibt SEPA-Lastschriften über die eigene Bank einziehen.

Einzug im Abo-Alltag

  • Jede Abo-Verlängerung kündigt Kyvento dem Kunden sieben Tage vorher an, dazu kommt die SEPA-Vorabankündigung vor dem Einzug. So kommt keine Belastung überraschend – und Rücklastschriften werden seltener.
  • Wird ein Einzug abgelehnt, wiederholt Kyvento ihn nicht von selbst. Die Rechnung bleibt offen, und das Mahnwesen übernimmt – siehe Fehlgeschlagene Zahlungen: Smart Retry.
  • Kommt eine Lastschrift zurück, buchen Sie das gegebenenfalls nach – siehe Rücklastschrift manuell buchen.

Nächste Schritte