Mahnwesen-Statistiken auswerten
Überblick
Wie viel Geld steckt in Mahnverfahren, wie entwickeln sich die Fälle – und was kommt als Nächstes auf Sie zu? Die Auswertung des Mahnwesens findet direkt im Mahnwesen-Dashboard statt: über die vier Kennzahlen-Karten, die filterbare Fall-Liste und die Vorausschau. Eine separate Berichts-Seite gibt es dafür nicht – dieser Artikel zeigt, wie Sie mit den Bordmitteln die wichtigsten Fragen beantworten.
Die Kennzahlen richtig lesen
- „Aktive Mahnungen": Ihr aktueller Fallbestand. Steigt die Zahl über Wochen, lohnt der Blick auf Zahlungsziele und Kundenstruktur.
- „Offene Beträge": das in Mahnverfahren gebundene Geld (je Währung) – die wichtigste Zahl für Ihr Liquiditätsrisiko.
- „Mahnstopp aktiv": Fälle, die auf Ihre Entscheidung warten – sollte dauerhaft nahe null liegen.
- „Uneinbringlich": gescheiterte Verfahren – der Kandidatenstapel für Inkasso oder Ausbuchung.
Auswerten mit den Listen-Filtern
Der Tab „Aktive Mahnungen" beantwortet mit seinen Filtern typische Auswertungsfragen:
- Nach „Mahnstufe" filtern: Wie viele Fälle stecken in späten Stufen? Viele Fälle in Stufe 3 und 4 deuten auf strukturelle Zahlungsprobleme statt Einzelfälle.
- Nach „Kunde" suchen: Wiederholungstäter erkennen – bei notorischen Spätzahlern lohnt ein kürzeres Zahlungsziel oder Vorkasse.
- Nach „Zeitraum" eingrenzen: die Entwicklung einzelner Monate vergleichen.
Die Vorausschau: der Blick nach vorn
Der Tab „Vorausschau" listet alle Rechnungen, deren nächste Mahnstufe bevorsteht – mit aktueller und nächster Stufe, dem Termin der nächsten Mahnung und einem Tage-Countdown. Damit planen Sie proaktiv:
- Kunden mit hohen Beträgen vor der Eskalation persönlich kontaktieren.
- Das Support-Team auf anstehende Mahnwellen vorbereiten.
- Fälle identifizieren, bei denen ein Mahnstopp sinnvoller ist als die nächste Stufe.
Kontext aus anderen Bereichen
- Das Haupt-Dashboard zeigt die offenen Rechnungsbeträge im Gesamtbild Ihrer Kennzahlen (MRR, Umsatzentwicklung).
- Die Zahlungsberichte ergänzen die Einnahmenseite – siehe „Zahlungsberichte und Dashboards".
- Für eigene Auswertungen exportieren Sie die Rechnungsliste als CSV (Bereich „Exporte") und werten nach Status aus.
Empfohlener Rhythmus
- Wöchentlich: Vorausschau prüfen, große Fälle proaktiv angehen.
- Monatlich: Kennzahlen notieren und mit dem Vormonat vergleichen – so erkennen Sie Trends trotz fehlender Historien-Grafik.
- Quartalsweise: Uneinbringliche entscheiden, Wiederholungstäter-Konditionen anpassen.
Nächste Schritte
- Alle Elemente des Dashboards im Detail – siehe „Offene Forderungen im Überblick"
- Zahlungsseite auswerten – siehe „Zahlungsberichte und Dashboards"