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Mahnwesen

Mahnwesen-Statistiken auswerten

Überblick

Eine eigene Berichts-Seite für das Mahnwesen gibt es nicht – ausgewertet wird mit den Bordmitteln des Mahnwesen-Bereichs. Dieser Artikel zeigt, welche Fragen sich damit beantworten lassen, wo die Grenzen liegen und welcher Rhythmus sich bewährt hat. Wo welches Element sitzt, steht in Offene Forderungen im Überblick.

Was die Kennzahlen Ihnen sagen

  • Der Fallbestand (Anzahl aktiver Mahnungen) ist eine Trendgröße: Steigt er über Wochen, liegt die Ursache selten bei einzelnen Kunden, sondern bei Zahlungszielen oder Kundenstruktur.
  • Die offenen Beträge je Währung sind die Zahl für Ihr Liquiditätsrisiko – nicht die Fallzahl. Zehn Kleinbeträge sind ein anderes Problem als ein Großkunde.
  • Die Zahl der Vorgänge mit Mahnstopp sollte dauerhaft nahe null liegen. Ein Mahnstopp ist eine vertagte Entscheidung, kein Zustand.
  • Uneinbringlich ist Ihr Kandidatenstapel für Inkasso oder Abschreibung – siehe Inkasso und externe Dienstleister.

Auswerten mit den Listen-Filtern

  • Nach Mahnstufe: Wie viele Fälle stecken in späten Stufen? Ein Schwerpunkt am oberen Ende deutet auf strukturelle Zahlungsprobleme, nicht auf Einzelfälle.
  • Nach Kunde: Wiederholungstäter erkennen. Bei notorischen Spätzahlern lohnt ein kürzeres Zahlungsziel oder Vorkasse.
  • Nach Mahntyp: So sehen Sie, wie viel Ihres Forderungsbestands auf zurückgebuchte Zahlungen entfällt statt auf gewöhnlichen Verzug. Ein hoher Rücklastschrift-Anteil ist ein Zahlungsarten-Problem, kein Mahnproblem.

Die Grenze: alles blickt nach vorn

Der Zeitraum-Filter grenzt auf Fälle ein, deren nächste Eskalation in einem kommenden Fenster liegt. Ein Vergleich vergangener Monate ist im Mahnwesen nicht vorgesehen, und eine Verlaufsgrafik gibt es nicht. Wenn Sie Trends belegen wollen, notieren Sie die Kennzahlen in festem Rhythmus selbst – oder werten die Rechnungsliste aus dem CSV-Export aus (Seitenleiste → „Exporte").

Die Vorausschau: der Blick nach vorn

Die Vorausschau ist das einzige Werkzeug, mit dem Sie vor der Eskalation eingreifen können. Praktisch nutzen Sie sie so:

  • Kunden mit hohen Beträgen vor der nächsten Stufe persönlich kontaktieren.
  • Das Support-Team auf anstehende Mahnwellen vorbereiten.
  • Fälle erkennen, bei denen ein Mahnstopp sinnvoller ist als die nächste Stufe.
Vorausschau-Tab mit kommenden Mahnstufen, Terminen und Tage-Countdown
Die Vorausschau: welche Mahnung wann ansteht – mit Countdown je Rechnung

Empfohlener Rhythmus

  1. Wöchentlich: Vorausschau prüfen, große Fälle proaktiv angehen.
  2. Monatlich: Kennzahlen notieren und mit dem Vormonat vergleichen.
  3. Quartalsweise: Uneinbringliche entscheiden, Konditionen für Wiederholungstäter anpassen.

Nächste Schritte