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Mehrwährungsunterstützung

Überblick

Kyvento rechnet in mehreren Währungen ab: Ein Schweizer Kunde bekommt seine Rechnung in Franken, ein amerikanischer in Dollar – ohne dass Sie dafür parallele Produktwelten pflegen müssen. Welche Währungen zur Auswahl stehen, zeigt das Feld „Währung" im Produktformular.

Wo die Währung festgelegt wird

  • Kontowährung („Einstellungen" → „Account", Karte „Lokalisierung") – die Leitwährung Ihres Kontos. In ihr werden Ihre Kennzahlen und Ihr Kundenguthaben geführt. Sie muss einmal bestätigt werden, bevor Sie Ihr erstes Produkt anlegen oder Ihre erste Rechnung festschreiben, und steht ab der ersten festgeschriebenen Rechnung fest – beides erklärt Unternehmensdaten und Steuerinformationen pflegen.
  • Kundenwährung – im Kundenformular im Abschnitt „Abrechnung", vorbelegt mit der Kontowährung. Eine Rechnung, die Sie von Hand anlegen, lautet auf die Währung des Kunden.
  • Produktwährung – jedes Produkt trägt seine eigene Währung. Sie darf von der Kontowährung abweichen; ein CHF-Produkt in einem Euro-Konto ist der Normalfall, kein Sonderfall.
  • Abo- und Rechnungswährung – ein Abo übernimmt die Produktwährung bei der Buchung dauerhaft; alle Rechnungen des Abos erben sie.

Der Wechselkurs wird am Beleg eingefroren

Entsteht eine Rechnung in einer Fremdwährung, hält Kyvento den Umrechnungskurs fest auf dem Beleg – maßgeblich ist das Rechnungsdatum, nicht der Leistungszeitraum. Damit bleibt der Beleg auch Jahre später nachvollziehbar: Der Kurs steht darauf und ändert sich nie wieder.

Gibt es für den Stichtag keinen Kurs – die Europäische Zentralbank veröffentlicht nur werktags –, greift Kyvento auf den letzten Kurs innerhalb der vergangenen sieben Tage zurück. Findet sich auch dort keiner, entsteht keine Rechnung. Das ist Absicht: Ein Beleg mit geratenem Kurs wäre schlimmer als ein Beleg, der einen Tag später entsteht. Der Abrechnungslauf versucht es von selbst erneut, sobald wieder ein Kurs vorliegt.

Zwei Grenzen, die Sie kennen sollten

Deutsche Umsatzsteuer bedeutet Euro

Wo deutsche Umsatzsteuer geschuldet wird, bleibt Euro die Belegwährung. Ein deutscher Kunde lässt sich also nicht in Franken fakturieren – für einen Kunden im Inland nimmt das Kundenformular deshalb nur Euro als Währung an. Frei wählbar ist die Währung dort, wo keine deutsche Steuer anfällt – etwa bei Schweizer oder amerikanischen Kunden, bei Reverse-Charge und bei Ausfuhrlieferungen.

Kundenguthaben läuft nur in der Kontowährung

Guthaben führt Kyvento ausschließlich in Ihrer Kontowährung. Eine Gutschrift in einer anderen Währung wird abgelehnt, und verrechnet wird Guthaben nur mit Rechnungen derselben Währung – passt es nicht, bleibt es sichtbar liegen.

Praktische Folge beim Storno: Stornieren Sie eine Fremdwährungs-Rechnung, kann daraus kein Guthaben in dieser Währung entstehen. Erstatten Sie den Betrag stattdessen über das Zahlungsmittel des Kunden – Kyvento weist im Storno-Dialog ausdrücklich darauf hin.

Empfehlungen für den Start

  1. Wählen Sie die Kontowährung passend zu Ihrem Hauptmarkt und bestätigen Sie sie, bevor Sie Produkte anlegen – sie ist die Basis Ihrer Kennzahlen und Ihres Guthabens, und nach der ersten festgeschriebenen Rechnung ist sie gesetzt.
  2. Legen Sie Produkte in der Währung an, in der Sie dem jeweiligen Markt anbieten wollen. Parallele Varianten desselben Tarifs je Währung brauchen Sie nur, wenn sich auch die Preise unterscheiden sollen – nicht mehr allein wegen der Währung.
  3. Klären Sie die Steuerseite getrennt von der Währungsfrage: Ob Reverse-Charge, OSS oder Ausfuhr greift, entscheidet die Steuer-Konfiguration – siehe Umsatzsteuer korrekt abrechnen.

Nächste Schritte