Fehlgeschlagene Zahlungen: Smart Retry
Überblick
Abgelaufene Karte, gesperrtes Konto, Zahlung abgelehnt – fehlgeschlagene Einzüge gehören zum Abo-Alltag. Kyvento reagiert zweistufig: mit automatischen Sofort-Wiederholungen direkt nach dem Fehlschlag und mit zahlungsgetriebenen Wiederholungsversuchen entlang Ihrer Mahnstufen.
Stufe 1: Automatische Wiederholungen beim Abo-Einzug
Schlägt der Einzug einer Verlängerungs-Rechnung fehl, versucht Kyvento es automatisch erneut – nach 6 Stunden, 24 Stunden und 72 Stunden. Damit sind vorübergehende Ursachen (Tageslimit, kurzfristige Deckung) abgedeckt, ohne dass Sie eingreifen.
Bleiben alle vier Versuche erfolglos, informiert Kyvento Ihr Team (Benachrichtigung „Alle Zahlungsversuche erschöpft") und sperrt das betroffene Abo – die offene Rechnung wandert in den regulären Mahnprozess. Technische Ausfälle beim Zahlungsanbieter zählen übrigens nicht als Fehlversuch: Hier prüft Kyvento in kurzen Abständen, bis der Anbieter wieder erreichbar ist.
Stufe 2: Wiederholung entlang der Mahnstufen
In den Mahnstufen („Einstellungen" → „Mahnwesen") aktivieren Sie je Stufe die Option „Zahlung erneut versuchen": Bevor die Mahnung rausgeht, belastet Kyvento noch einmal die hinterlegte Zahlungsmethode. Nur wenn auch das scheitert, wird die Mahnung versendet und die Gebühr berechnet – viele Fälle lösen sich so geräuschlos, bevor der Kunde je eine Mahnung sieht.
Wenn schon die allererste Zahlung scheitert
Bei einem neu gebuchten Abo behandelt Kyvento den ersten Einzug gesondert. Bis die Erstzahlung bestätigt ist, steht das Abo auf „Zahlung ausstehend": Es ist angelegt und in der Liste sichtbar, aber es läuft noch nicht – kein Zugang, keine Folgeabrechnung, keine Webhooks. Erst mit der bestätigten Zahlung wird daraus ein aktives Abo.
Scheitert die Erstzahlung endgültig, wechselt der Status auf „Nicht aktiviert" und bleibt dort. Das unterscheidet sich bewusst von einem regulär abgelaufenen Abo: Sie sehen auf einen Blick, dass dieser Vertrag nie zustande kam. Ein neuer Anlauf ist eine neue Buchung.
Der Sinn dahinter: Ein Kunde soll keine Leistung beziehen, für die noch nie Geld geflossen ist. Bei Kartenzahlungen mit 3-D-Secure ist das der Normalfall — zwischen Bestellung und Bestätigung liegen ein paar Sekunden, in denen das Abo auf „Zahlung ausstehend" steht.
Sonderfall Rücklastschrift und Chargeback
Kommt Geld zurück – SEPA-Rücklastschrift oder Karten-Chargeback – setzt Kyvento die Rechnung automatisch wieder auf „Überfällig" und startet die separate Chargeback-Mahnleiter mit eigenen Fristen und Gebühren. So behandeln Sie Rückbelastungen (die oft Gebühren verursachen) strenger als eine simple Ablehnung.
Was Sie tun können
- Abonnieren Sie die Benachrichtigungen „Zahlung fehlgeschlagen" und „Alle Zahlungsversuche erschöpft" (beide als „Kritisch" markiert).
- Aktivieren Sie „Zahlung erneut versuchen" mindestens auf der Zahlungserinnerungs-Stufe.
- Die Kreditkarten-Ablauf-Überwachung erinnert Kunden automatisch vor Ablauf ihrer Karte – siehe Einrichtungsassistent bzw. „Einstellungen" → „Zahlungen".
Nächste Schritte
- Mahnstufen konfigurieren – siehe „Mahnstufen und -texte anpassen"
- Rücklastschrift-Gebühren regeln – siehe „Mahngebühren berechnen"