Mahnstufen und -texte anpassen
Überblick
Kyvento arbeitet mit vier festen Mahnstufen, deren Verhalten Sie vollständig konfigurieren: Fristen, Gebühren, Automatik-Aktionen und die Texte der Mahnschreiben. Dieser Artikel zeigt, wo Sie die Stufen finden und was sich je Stufe einstellen lässt.
Die vier Stufen
Unter Einstellungen → „Mahnwesen" finden Sie den Abschnitt „Mahnstufen". Die Staffelung ist bewährt vorbelegt:
- „Zahlungserinnerung" – freundliche Erinnerung
- „1. Mahnung" – mit automatischem Zahlungs-Wiedereinzug
- „2. Mahnung" – letzte Warnung; sperrt das zugehörige Abonnement
- „Letzte Mahnung" – Inkasso-Ankündigung; markiert die Forderung als uneinbringlich
Die Anzahl und Reihenfolge der Stufen ist fest – anpassbar sind alle Parameter innerhalb der Stufen. Eine fünfte Stufe gibt es nicht; nach der letzten Mahnung endet die automatische Eskalation. Mahngebühren sind auf allen Stufen standardmäßig deaktiviert (0 €) – ob Sie welche erheben, entscheiden Sie selbst je Stufe (siehe „Mahngebühren berechnen").
Optionen je Stufe
Jede Stufe lässt sich aufklappen und bearbeiten. Neben Fristen und Gebühr steuern drei Schalter die Automatik:
- „Zahlung erneut versuchen": Vor dem Versand der Mahnung versucht Kyvento, den offenen Betrag über die hinterlegte Zahlungsmethode automatisch einzuziehen. Gelingt der Einzug, wird keine Mahnung verschickt und keine Gebühr fällig – der Kunde merkt vom Mahnlauf nichts.
- „Abonnement sperren": Das mit der Rechnung verbundene Abo wird gesperrt – der Kunde verliert den Zugriff auf die Leistung, bis bezahlt ist.
- „Als uneinbringlich markieren": Die Forderung wird als uneinbringlich gekennzeichnet und erscheint entsprechend im Mahnwesen-Dashboard.
Texte und Vorlagen
Für die Inhalte der Mahnschreiben gibt es zwei Ebenen:
- Betreff und Mahntext je Stufe: direkt in der Stufe editierbar, jeweils auf Deutsch und Englisch – der Kunde erhält die Fassung in seiner Sprache.
- „Mahn- und Erinnerungsvorlagen": Kyvento liefert System-Vorlagen für Mahnung und Erinnerung (DE/EN) mit. Über „+ Neue Mahnvorlage" erstellen Sie eigene Vorlagen – etwa mit eigenem Layout –, die dann Vorrang vor den Stufentexten haben.
In den Texten stehen Platzhalter zur Verfügung, die beim Versand automatisch gefüllt werden – unter anderem {invoice_number}, {amount_due}, {due_date}, {dunning_fee}, {payment_terms_days}, {days_overdue} und {portal_payment_url} (der Direktlink zur Online-Zahlung).
Über „Vorschau" erzeugen Sie zu jeder Stufe ein Muster-PDF und prüfen Layout und Formulierungen, bevor die erste echte Mahnung verschickt wird.
Empfehlungen
- Behalten Sie den freundlichen Ton der Zahlungserinnerung bei – die meisten Zahlungsausfälle sind Versehen, keine Absicht.
- Kündigen Sie in Stufe 3 und 4 nur an, was Sie auch umsetzen (etwa eine Inkasso-Übergabe) – siehe „Inkasso und externe Dienstleister".
Nächste Schritte
- Wartezeiten zwischen den Stufen – siehe „Mahnfristen festlegen"
- Gebühren-Mechanik im Detail – siehe „Mahngebühren berechnen"